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Sie sind hier: [Unsere Stadt] [Stadtgeschichte] [1631 bis 1750]

Aus der Geschichte der Stadt Fürstenwalde

1631
wird die Stadt z.B. von Kroaten verwüstet.
Die wohl prominenteste Persönlichkeit in der damaligen Zeit, der Schwedenkönig Gustav Adolph, rastete in Fürstenwalde und logiert im Gasthof "Zu den drei Kronen" in der Mühlenstraße.

1633
zündeten Wallensteins Truppen im Oktober die Stadt an.

1662
bis 1669 wird der Friedrich-Wilhelm-Kanal gebaut, der die westlichen Teile Brandenburgs mit den östlichen verbinden soll. Damit bröckelt ein weiteres Stück der Bedeutung Fürstenwaldes als Handelsstadt ab.

1687
schon Ende des 17. Jahrhunderts wird Fürstenwalde eine Garnisionsstadt. So wurden z.B. im jahre 1687 Grand Musqueters einquartiert. Das war eine Elitetruppe aus Hugenotten, bei der schon der einfache Soldat von Adel war. Da die Bürger der Stadt die Ansprüche der Soldaten nicht erfüllten wollten, wurden sie vom Kurfürsten gerügt.

1700
wird in Fürstenwalde das Kurfürstliche Jagdschloss fertiggestellt. Es hatte als Schloss eine Bedeutung.

1730
ist dagegen der Domturm in so schlechtem Zustand, dass seine oberen Teile von selber einstürzen. Erst nach 25 Jahren kann dort ernsthaft rekonstruiert werden!

1750
wird das Schloss bereits zum Militärgetreidemagazin umgebaut. Wohl selten spiegelt sich in einem Gebäude im Zentrum einer Stadt eine Politik so gut wider, wie die des "Alten Fritzen" in diesem Schloss: Die Abschaffung von Luxus und den Aufbau von Ökonomie und Militär.
Nach und nach hat man den Gebäudekomplex weiter zum Militärgelände ausgebaut. Neben dem Schloss steht heute ein Speicher aus dem Jahre 1795, das Militärlazarett mit Kornschipperwohnung (1821) und das Wachlokal aus den dreißiger Jahren unseres Jahrhunderts.
In der Zeit Friedrich II. werden im Zuge der preußischen Binnenkolonisation zwei Weberkolonien unmittelbar bei Fürstenwalde angelegt, die heute zur Stadt gehören.
Die Amtskolonie befand sich östlich der Stadt im Bereich der Linden- und der Wilhelmstraße. Sie wurde erst 1904 eingemeindet. Die alten Bauten sind noch heute vielfach vorhanden, sie sind jedoch im Laufe der Zeit bis zur völligen Unkenntlichkeit verändert worden.
Eine 2. Kolonie, die die Fürstenwalder die "Neuen Häuser" nannten, bestand nur kurze Zeit. Die 4 "Neuen Häuser" aus dem Jahre 1774 befinden sich noch heute an der Hangelsberger Chaussee. Die dortigen Siedler aus Sachsen werden als arbeitsscheu beschrieben. Sie liefen bald davon und die Häuser wurden an Fürstenwalder Bürger verkauft. Auch die Dörfer Braunsdorf und Kirchhofen wurden in dieser Zeit auf Fürstenwalder Gebiet angelegt und nach Fürstenwalder Bürgermeistern benannt. 

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